Statische Fußgängerrouten, Fußgängerteilrouten und Fußgänger-Routenentscheidungen
Eine Fußgängerroute beginnt mit einer Routenentscheidung auf einer Fläche. Die Fußgängerroute kann statisch oder eine Fußgängerteilroute sein. Eine statische Fußgängerroute beginnt an einer Routenentscheidung vom Typ Fußgängerroute (Statisch), eine Fußgängerteilroute an einer Routenentscheidung vom Typ Fußgängerroute (Teilroute). Den Typ wählen Sie in der Netzobjektleiste beim Einfügen der Routenentscheidung aus.
Unterschiede zwischen Statischen Fußgängerrouten und Fußgängerteilrouten
- Fußgängerrouten (Statisch): Statische Fußgängerrouten führen Fußgänger von einer Fläche, auf der ein Fußgängerzufluss sowie der erste Routenpunkt einer Fußgängerroute (standardmäßig ein roter Kreis) liegen, zu einer Fläche, auf der das Ziel der Fußgängerroute liegt (standardmäßig ein türkiser Kreis). Vom ersten Routenpunkt einer statischen Fußgängerroute können mehrere Fußgängerrouten zu verschiedenen Flächen führen. Dabei sind die Anteile der Fußgänger statisch durch das Attribut Relative Belastung ihrer Fußgängerroute vorgegeben und hängen nicht von dynamischen Zuständen in der Simulation ab.
Die Fußgängerzuflüsse, statischen Fußgänger-Routenentscheidungen und statischen Fußgängerrouten definieren in Viswalk eine Fußgänger-Quelle-Ziel-Matrix, die eingehalten wird. Deshalb beenden Fußgänger ihre statische Fußgängerroute am Ziel und werden nicht durch andere Routenentscheidungen beeinflusst, die auf Flächen liegen, die sie auf ihrer Fußgängerroute begehen. Nur wenn auf einer dieser Flächen ein Routenpunkt der statischen Fußgängerroute liegt und zudem ein erster Routenpunkt von einer oder von mehreren Fußgängerteilrouten, kann dies die weitere Route des Fußgängers beeinflussen.
Zudem wirken statische Fußgänger-Routenentscheidungen auf Flächen, für die das Attribut Bahnsteigkante ausgewählt ist.
- Fußgängerrouten (Teilroute): Fußgängerteilrouten dienen zur lokalen Verteilung der Fußgänger, ohne die Fußgänger-Quelle-Ziel-Matrix zu verändern. Wenn an einem Routenpunkt mehrere Fußgängerteilrouten beginnen, müssen deren Ziele zusammen auf einer Fläche liegen.
Ein Fußgänger, der folgende Bedingungen erfüllt, bekommt eine neue Route zugewiesen:
- Der Fußgänger betritt eine Fläche, die über folgende Eigenschaften verfügt:
- auf der Fläche liegt ein Routenpunkt seiner bisherigen statischen Fußgängerroute oder Fußgängerteilroute.
- auf der Fläche liegt der erste Routenpunkt einer anderen Fußgängerteilroute. Wenn sich der Fußgänger bereits auf einer Fußgängerteilroute befindet, kann er die andere Fußgängerteilroute wählen.
- Das Ziel der neuen Fußgängerteilroute liegt auf einer Fläche, auf der auch ein Routenpunkt seiner bisherigen Route liegt.
- Der Fußgänger gehört zu einer Fußgängerklasse, für die die Teilroutenentscheidung gültig ist.
Die Fußgänger folgen der Fußgängerteilroute abhängig von der gewählten Routenwahl-Methode (Teilroutenentscheidung einer Fußgängerroute definieren). Vom Ziel der Fußgängerteilroute folgen die Fußgänger wieder ihrer vorherigen statischen Fußgängerroute.
Routenpunkte ersetzen, einfügen oder anfügen
- Routenpunkte ersetzen: Wirkungsweise einer Fußgängerteilroute, wenn deren Ziel erst der übernächste Routenpunkt oder ein noch späterer Routenpunkt der statischen Fußgängerroute ist. Dies gilt auch für mehrere Fußgängerteilrouten.
- Einfügende Wirkung: Wirkungsweise, wenn das Ziel der Fußgängerteilroute der nächste Routenpunkt der statischen Fußgängerroute ist. Dies gilt auch für mehrere Fußgängerteilrouten.
- Routenpunkt am Ende der Fußgängerroute anfügen: Wirkungsweise einer statischen Fußgängerroute. Ein Routenpunkt kann nur angefügt werden, wenn ein Fußgänger eingesetzt wird oder seine bisherige Fußgängerroute auf der Fläche der neuen Routenentscheidung endet. Endet seine bisherige Fußgängerroute auf der Fläche der neuen Routenentscheidung, darf auf dieser Fläche kein Fußgängerzufluss liegen, andernfalls wird die Routenentscheidung ignoriert und der Fußgänger aus der Simulation entfernt.
