Attribute von Verbindungsstrecken

Das Fenster Verbindungsstrecke öffnet sich automatisch, wenn Sie das Netzobjekt einfügen und das automatische Öffnen des Bearbeiten-Dialogs nach Objekterstellung ausgewählt ist (Rechtsklick-Verhalten und Aktion nach Objekterstellung definieren). Standardmäßig öffnet sich nur die Liste der Verbindungsstrecken.

In dem Fenster geben Sie Attributwerte für das Netzobjekt ein. Für bereits definierte Netzobjekte können Sie dieses Fenster über folgende Funktionen aufrufen:

  • Doppelklicken Sie in der Liste der Netzobjekte des Netzobjekttyps auf die Zeile mit dem gewünschten Netzobjekt.
  • Wählen Sie im Netzeditor für ein ausgewähltes Netzobjekt im Kontextmenü Bearbeiten.

Das Netzobjekt kann über weitere Attribute verfügen. Alle Attribute und Attributwerte eines Netzobjekts können Sie in der Liste der Netzobjekte des Netzobjekttyps anzeigen. Die Liste können Sie über folgende Funktionen öffnen:

Attribute und Attributwerte eines Netzobjekts können Sie in der Liste der Netzobjekte des Netzobjekttyps bearbeiten (Zellen in Listen auswählen), (Listen verwenden).

Die Objekte dieses Objekttyps können Relationen zu anderen Objekten haben. Deshalb wird die Attributliste als linke Liste von zwei gekoppelten Listen angezeigt. Sie können in der Symbolleiste der Liste in der Auswahlliste Relation rechts die gekoppelte Liste mit den Attributen der gewünschten Relation anzeigen (siehe unten Abhängige Objekte als Relation anzeigen und bearbeiten) und (Gekoppelte Listen verwenden).

Hinweis: Sie können in Listen über das Symbol  Attribute auswählen Spalten mit Attributwerten anzeigen und ausblenden (Attribute und Subattribute für Spalten einer Liste auswählen).

Basisattribute von Verbindungsstrecken

Die Basisattribute des Netzelements werden im oberen Bereich des Fensters und in der Liste der Netzobjekte des Netzobjekttyps angezeigt.

Element Beschreibung

Nr

Eindeutige Nummer der Verbindungsstrecke

Name

Bezeichnung der Verbindungsstrecke

Zwischenpunkte

Anzahl der Zwischenpunkte zwischen Startpunkt und Endpunkt für die lagetreue Modellierung. Zwischenpunkte sind nicht für das Fahrverhalten der darauf fahrenden Fahrzeuge relevant. Wenn Sie mehr Zwischenpunkte eingeben, können Sie die Verbindungsstrecke genauer modellieren.

Für gerade Verbindungsstrecken genügen Startpunkt und Endpunkt. Für längere Verbindungsstrecken können bis zu 15 Punkten sinnvoll sein, beispielsweise für Abbieger.

Wenn Sie den Startpunkt oder den Endpunkt einer Verbindungsstrecke beispielsweise auf eine andere Strecke oder einen anderen Fahrstreifen verschieben, werden die Zwischenpunkte und der Verlauf der Verbindungsstrecke neu berechnet.

Sie können Zwischenpunkte bearbeiten, beispielsweise mit dem z-Versatz für jeden Zwischenpunkt die Höhe über der Ebene eingeben (Mit z-Versatz Höhe eines Zwischenpunktes definieren), (Punkte in Strecken oder Verbindungsstrecken bearbeiten).

Streckenverhaltenstyp

Streckenverhaltenstyp (StrVerhTyp): Standard-Fahrverhalten der Fahrzeuge für diese Verbindungsstrecke, wenn den Fahrstreifen dieser Verbindungsstrecke kein individueller Streckenverhaltenstyp zugewiesen ist. Fahrzeuge auf einem Fahrstreifen, dem ein Streckenverhaltenstyp zugewiesen ist, berücksichtigen den Streckenverhaltenstyp dieses Fahrstreifens (Streckenverhaltenstyp für Strecken und Verbindungsstrecken definieren), (Fahrverhalten in einem Fahrverhaltensparametersatz definieren).

Streckenlänge

  • Länge2D der Verbindungsstrecke im Netz in Meter
  • Länge3D berücksichtigt den z-Versatz der Strecke

Darstellungstyp

farbige Darstellung der Verbindungsstrecke (Darstellungstypen definieren)

von Strecke

nach Strecke

Fahrstreifen der Ausgangsstrecke (VonStr) zu Fahrstreifen der Folgestrecke (NachStr) zwischen denen die Verbindungsstrecke eingefügt wird. Wählen Sie in beiden Listen immer die gleiche Anzahl Fahrstreifen aus. Diese Zuordnung kann auch nachträglich bearbeitet werden.

Register Fahrstreifen

Die Liste im Register enthält unter anderem folgende Attribute:

Spalte Beschreibung

Index

Eindeutige Nummer für den Fahrstreifen. Sie können den Eintrag nachträglich nicht ändern.

Breite

Breite der Fahrstreifen. Wenn Sie mehrere Fahrstreifen definieren, werden mehrere Zeilen angezeigt. Sie können unterschiedliche Breiten definieren. Die Breite wirkt sich aus auf:

  • die grafische Darstellung einer Strecke
  • die Möglichkeit, ob ein Fahrzeug innerhalb eines Fahrstreifens überholen kann. Dafür muss das Überholen innerhalb eines Fahrstreifens in den Fahrverhaltensparametern ausgewählt sein (Fahrverhaltensparameter Querverhalten bearbeiten). Die Breite hat keinen Einfluss auf die Geschwindigkeiten.

Streckenverhaltenstyp

Streckenverhaltenstyp (StrVerhTyp: vom Standard-Streckenverhaltenstyp der Verbindungsstrecke abweichender Streckenverhaltenstyp für den Fahrstreifen

GespFzKlassen

Gesperrte Fahrzeugklassen auf diesem Fahrstreifen.

  • Wenn die Verbindungsstrecke des Fahrstreifens über einen Fahrzeugzufluss verfügt, werden die Fahrzeuge dieser Fahrzeugklasse nicht auf diesen Fahrstreifen eingesetzt.
  • Die Fahrzeuge dieser Fahrzeugklasse führen keinen Fahrstreifenwechsel auf diesen Fahrstreifen durch. Auch dann nicht, falls dies aufgrund ihrer Route erforderlich wäre.
  • Die Fahrzeuge der Fahrzeugklasse versuchen den Fahrstreifen so rasch wie möglich zu verlassen, wenn ein Nachbarfahrstreifen nicht für die eigene Fahrzeugklasse gesperrt ist.
  • Wenn alle Fahrstreifen einer Strecke für eine Fahrzeugklasse gesperrt sind, befahren die Fahrzeuge dieser Fahrzeugklasse die Strecke ohne Fahrstreifenwechsel.
  • Wenn eine Strecke über zwei Fahrstreifen verfügt, wovon der eine ein Überholfahrstreifen ist und der andere für alle Fahrzeugklassen gesperrt ist, setzt Vissim das Fahrzeug auf dem gesperrten Fahrstreifen ein.

Darstellungstyp

Farbige Darstellung des Fahrstreifens (Darstellungstypen definieren)

KeinFsWechsLAlle

KeinFsWechsRAlle

Kein Fahrstreifenwechsel links – alle Fahrzeugtypen und Kein Fahrstreifenwechsel rechts– alle Fahrzeugtypen: Ist die Option ausgewählt, dürfen Fahrzeuge nicht den Fahrstreifen wechseln. Ein Fahrstreifenwechselverbot wird im 2D-Modus und im 3D-Modus als durchgezogene Linie angezeigt.

KeinFsWechLFzKl

KeinFsWechRFzKl

Kein Fahrstreifenwechsel links – Fahrzeugklassen und Kein Fahrstreifenwechsel rechts – Fahrzeugklassen: Fahrzeugklasse, deren Fahrzeuge nicht vom gewählten Fahrstreifen auf diesen, benachbarten Fahrstreifen in Fahrtrichtung wechseln dürfen. Ein Fahrstreifenwechselverbot wird im 2D-Modus und im 3D-Modus als durchgezogene Linie angezeigt.

Hat Überholfahrstreifen (HatÜbhFs): Der innerste Fahrstreifen darf nur für Überholvorgänge auf der Gegenfahrbahn verwendet werden. Dies ist ausschließlich auf Strecken mit mindestens zwei Fahrstreifen möglich (Überholen auf der Gegenfahrbahn modellieren).

Ist die Option ausgewählt, wird bei Rechtsverkehr der äußere linke Fahrstreifen als Überholfahrstreifen schraffiert dargestellt. Bei Linksverkehr wird der äußere rechte Fahrstreifen als Überholfahrstreifen schraffiert dargestellt.

Wenn Überholfahrstreifen und normale Fahrstreifen einer Strecke in Gegenrichtung hinreichend lang überlappen, kann dieser Überlappungsbereich für den Überholvorgang verwendet werden.

Wählen Sie dieses Attribut ausschließlich für Strecken aus, auf denen in der Realität tatsächlich überholt werden darf. Vermeiden Sie Überholfahrstreifen, wo auch in der Realität kein Überholen möglich sein soll, beispielsweise im Bereich von Kreuzungen oder in Bereichen mit Verkehrsregelungen.

Sie können dieses Attribut auch für mehrere, aufeinanderfolgende Strecken auswählen, die mit Verbindungsstrecken verbunden sind und die über mindestens zwei Fahrstreifen verfügen. Fahrzeuge können dann den gesamten zusammen hängenden Überlappungsbereich für Überholvorgänge verwenden.

Wenn der Überholfahrstreifen für eine Fahrzeugklasse gesperrt ist, können Fahrzeuge dieser Fahrzeugklasse den Überholfahrstreifen nicht für Überholvorgänge verwenden.

Sie können auf Überholfahrstreifen andere Netzobjekte platzieren, beispielsweise Messquerschnitte.

Im 3D-Modus werden Überholfahrstreifen nicht dargestellt.

Hinweise:

  • Wenn Fahrzeuge innerhalb eines Fahrstreifens überholen können sollen, müssen Sie dies im geltenden Fahrverhalten auf dem Register Querverhalten im Bereich Auf gleichen Fahrstreifen überholen auswählen (Fahrverhaltensparameter Querverhalten bearbeiten).
  • Für Fahrstreifenwechsel müssen Sie Strecken oder Verbindungsstrecken mit mehreren Fahrstreifen definieren. Sie können Fahrstreifenwechsel nicht zwischen benachbarten Strecken oder Verbindungsstrecken definieren.
  • Fahrstreifenwechselverbote gelten auch für Fahrstreifenwechsel, die gemäß der Fahrzeugroute hätten stattfinden müssen. Stellen Sie deshalb sicher, dass routenbedingte Fahrstreifenwechsel entweder vor dem Fahrstreifenwechselverbot abgeschlossen werden können oder erst nach dem Fahrstreifenwechselverbot durchgeführt werden können.
  • Kooperativer Fahrstreifenwechsel ignoriert das Fahrstreifenwechselverbot (Fahrverhaltensparameter Fahrstreifenwechsel bearbeiten).

Die Option Alle Fahrzeugtypen steht für eine virtuelle Fahrzeugklasse, die automatisch auch alle neuen Fahrzeugtypen umfasst und damit auch Fahrzeugtypen, die bisher keiner Fahrzeugklasse angehören.

Register Fahrstreifenwechsel

Das Register enthält unter anderem folgende Attribute:

Element Beschreibung

Richtungswunsch

Richtung (Richt): Zeigt während eines Simulationslaufs richtungsanzeigende Blinker am Fahrzeug an, wenn die Fahrzeugroute des Fahrzeugs über diese Verbindungsstrecke führt und alle Fahrzeuge über Routeninformation verfügen, die über die Fahrzeugroute führen:

  • Alle: Fahrzeuge blinken nicht (geradeaus). Das Fahrzeug benutzt beim rückwärts Ausparken ausschließlich Verbindungsstrecken, denen der Richtungswunsch AlleRechts oder Links zugewiesen ist und ignoriert Verbindungsstrecken mit dem Richtungswunsch Keine.
  • rechts: Fahrzeuge blinken rechts
  • links: Fahrzeuge blinken links

Fahrzeuge ohne Richtungswunsch und ohne Fahrzeugroute fahren immer auf die nächste Verbindungsstrecke mit dem Kriterium Alle. Falls am Ende der Strecke keine solche Verbindungsstrecke existiert, werden diese Fahrzeuge dort aus dem Vissim-Netz entfernt. Der Richtungswunsch wird in folgender Priorität angezeigt:

1.  Laufender Fahrstreifenwechsel

2.  Gewünschter Fahrstreifenwechsel

3.  Richtungswunsch der aktuellen Verbindungsstrecke

4.  Richtungswunsch der nächsten Verbindungsstrecke der Route, die den Richtungswunsch rechts oder links hat, falls sich das Fahrzeug innerhalb des im Attribut Fahrstreifenwechseldistanz (Eingabefeld Einordnen) definierten Wertes befindet. Möchte das Fahrzeug einen Stellplatz erreichen und führt diese Verbindungsstrecke in den Parkplatz, blinkt das Fahrzeug 10.0 m vor Beginn der Verbindungsstrecke.

5.  Blinker-Richtung durch ein externes Fahrermodell in der Driver Model DLL-Datei gesetzt (Externes Fahrermodell über Driver Model DLL-Datei aktivieren)

Nothalteposition

NothaltPos: Dient der Modellierung des Fahrstreifenwechselverhaltens von Fahrzeugen, die ihrer Route oder in der dynamischen Umlegung ihrem Weg folgen, Standardwert = Mindestlänge = 5 m.

Falls dieser Fahrstreifen bei der Nothalt-Position vor der Verbindungsstrecke nicht erreicht werden konnte, hält das Fahrzeug an und wartet auf eine ausreichend große Lücke. Ausgehend vom Beginn der Verbindungsstrecke wird stromaufwärts gemessen. Muss ein Fahrzeug mehr als einen Fahrstreifen wechseln, wird jeweils 5 m je Fahrstreifen zusätzlich berücksichtigt. Hat der aktuelle Fahrstreifen eine ungerade Nr., werden außerdem 2.5 m zur Gesamtlänge der Nothalt-Entfernung addiert. Damit wird vermieden, dass aufgrund identischer Positionen von zwei Fahrzeugen, die auf benachbarten Fahrstreifen zum Fahrstreifenwechsel ansetzen, ein Konflikt entsteht.

Beispiel: Ein Fahrzeug auf Fahrstreifen 1 muss auf den Fahrstreifen 4 wechseln, um seiner Route oder seinem Weg zu folgen. Für die nachfolgende Verbindungsstrecke wurde eine Nothalt-Position von 10 m definiert. Daraus ergibt sich für Fahrstreifen 1 folgende relevante Nothalt-Entfernung:

10 + 5 + 5 + 2.5 = 22.5 m

Für Fahrstreifen 2 entsprechend: 10 + 5 = 15 m

für Fahrstreifen 3: 10 + 2.5 = 12.5 m

Die eigentliche Nothalt-Position wird als Differenz berechnet:

Koordinate der Strecken, wo die Verbindungsstrecke beginnt, minus Nothalt-Entfernung. Das Ergebnis ist ganzzahlig. Dezimalstellen werden nicht berücksichtigt.

Beispiel: Wenn die Verbindungsstrecke bei 67.2 m nach Beginn der Strecke beginnt und für den Nothalt 12.5 m angegeben ist, ergibt sich 67.2 - 12.5 = 54.7, Nothalt-Position: 54 m.

Die Nothalteentfernung einer Verbindungsstrecke A kann stromaufwärts bis zu einer anderen Verbindungsstrecke B reichen. Wenn diese nicht zu einem Fahrstreifen führt, von dem auch die Verbindungsstrecke A abgeht, können Fahrzeuge nicht den Fahrstreifen wechseln. In diesem Fall verschiebt Vissim die Nothalteposition automatisch stromabwärts um mindestens 0.1 m bis auf die erste Strecke, auf der der benötigte Fahrstreifenwechsel möglich ist.

Fahrstreifenwechseldistanz

  • Gilt je Fahrstreifenwechsel (Fahrstreifenwechseldistanz gilt je Fahrstreifen) (FsWechsDistJeFs):

 Ist die Option ausgewählt, wird der Wert des Attributs Einordnen multipliziert mit der Anzahl Fahrstreifenwechsel, die ein Fahrzeug zum Erreichen der Verbindungsstrecke benötigt.

Beispiel: Vor einer Verbindungsstrecke mit einer Fahrstreifenwechseldistanz von 200 m je Fahrstreifen, die nur von Fahrstreifen 1 abgeht, beginnt ein Fahrzeug auf Fahrstreifen 3 bereits 400 m vor dem Beginn der Verbindungsstrecke nach einer Lücke zum Fahrstreifenwechsel Ausschau zu halten.

  • Fester Wert (Fahrstreifenwechseldistanz) (FsWechsDist): Dient der Modellierung des Fahrstreifenwechselverhaltens von Fahrzeugen, die ihrer Route oder in der dynamischen Umlegung ihrem Weg folgen.Entfernung vor der Verbindungsstrecke, ab der diejenigen Fahrzeuge, deren Route oder deren Weg über diese Verbindungsstrecke führt, versuchen, den Fahrstreifen zu wählen, auf welchem sie ohne Fahrstreifenwechsel die Verbindungsstrecke erreichen. Standardwert: 200 m, Mindestwert 10 m. Der Wert muss >= Nothalt + 5 m sein.
  • Verteilung: Entfernungsverteilung, auf deren Basis die Fahrstreifenwechseldistanz stochastisch ermittelt wird.

Ausnahme für Fahrzeugklassen

Fahrzeugklasse, für die nicht die Fahrstreifenwechseldistanz Fester Wert oder Verteilung wirkt, sondern die im Attribut Fahrstreifenwechseldistanz-Verteilung ausgewählte Entfernungsverteilung:

  • Fahrzeugklasse: Nummer und Name der Fahrzeugklasse
  • Fahrstreifenwechseldistanz-Verteilung: für die hinzugefügte Fahrzeugklasse gültige Entfernungsverteilung

Das Netzobjekt verfügt über weitere Attribute, die Sie in der Attributliste anzeigen können. Darunter sind beispielsweise folgende:

GespFzKlassen

Gesperrte Fahrzeugklassen: Sie können für jeden Fahrstreifen die Fahrzeugklassen auswählen, für die der Fahrstreifen gesperrt ist (Attribute von Strecken). Wenn eine Mautroute über eine für alle Fahrzeugklassen gesperrte Verbindungsstrecke führt, wirkt die zugehörige Maut-Routenentscheidung nicht.

KeinFsWechsLAlle,

KeinFsWechsRAlle

Kein Fahrstreifenwechsel links – alle Fahrzeugtypen und Kein Fahrstreifenwechsel rechts – alle Fahrzeugtypen: Ist die Option ausgewählt, dürfen Fahrzeuge nicht den Fahrstreifen wechseln. Ein Fahrstreifenwechselverbot wird im 2D-Modus und im 3D-Modus als durchgezogene Linie angezeigt.

Darstellungstyp

farbige Darstellung des Fahrstreifens (Darstellungstypen definieren)

KeinFsWechLFzKl,

KeinFsWechRFzKl

Kein Fahrstreifenwechsel links – Fahrzeugklassen und Kein Fahrstreifenwechsel rechts – Fahrzeugklassen: Fahrzeugklasse, deren Fahrzeuge nicht vom gewählten Fahrstreifen auf diesen, benachbarten Fahrstreifen in Fahrtrichtung wechseln dürfen. Ein Fahrstreifenwechselverbot wird im 2D-Modus und im 3D-Modus als durchgezogene Linie angezeigt.

Register Meso

Die Attribute der Verbindungsstrecke für die mesoskopische Simulation entsprechen denen von Strecken (Attribute von Strecken).

Register Darstellung

Element Beschreibung

Dicke (3D)

Dicke für die Darstellung der Verbindungsstrecke im 3D-Modus.

Visualisierung

 Ist die Option ausgewählt, werden im 2D-Modus Fahrzeuge visualisiert.

 Ist die Option nicht ausgewählt, werden im 2D-Modus keine Fahrzeuge visualisiert. Damit können Sie Unterführungen oder Tunnelstrecken visualisieren. Diese Option gilt für die gesamte Verbindungsstrecke. Deshalb müssen Sie für jede Unterführung oder für jeden Tunnel eine separate Verbindungsstrecke definieren.

Hinweis: Verwenden Sie im 3D-Modus nicht diese Option, sondern modellieren Sie die Höhenangaben der Verbindungsstrecke korrekt!

Klassifiz. Werte anzeigen

KlsfWerteAnzg:  Ist die Option ausgewählt, werden klassifizierte Werte angezeigt und nicht der ausgewählte Darstellungstyp. Für die Darstellung klassifizierter Werte muss in den Grafikparametern für Strecken ein Farbschema und eine Attribut ausgewählt sein (Strecken die Farbe auf Basis aggregierter Kenngrößen zuweisen).

Beschriftung

 Ist die Option nicht ausgewählt, wird die Beschriftung der Verbindungsstrecke nicht angezeigt.

Register Dyn. Umlegung

Nur für das Zusatzmodul Dynamische Umlegung (Dynamische Umlegung verwenden).

Element Beschreibung

Verbindungsstrecke gesperrt für

Gesperrte Fahrzeugklassen für dynamische Umlegung (GesperrteFzklassDynUml): Über diese Liste können Sie ein multi-modales Netz für die dynamische Umlegung modellieren, indem Sie die Verbindungsstrecke für eine oder mehrere Fahrzeugklassen sperren. Damit steht die Verbindungsstrecke für die Routenwahl der gesperrten Fahrzeugklassen nicht zur Verfügung.

Kosten

wegabhängige Kosten pro km (KostenProKm)

Zuschlag 1

Zuschlag 2

einmalige Zuschläge, die in die Wegebewertung eingehen. Mit diesen Daten werden bei der dynamischen Umlegung die Kosten der Fahrzeuge ermittelt, die auf dieser Verbindungsstrecke fahren.

Register Sonstige

Das Register enthält unter anderem folgende Attribute:

Element Beschreibung

Steigung

Steigung oder Gefälle der Verbindungsstrecke in Prozent.

Gefälle als negativer Wert.

Der Wert beeinflusst das Fahrverhalten über die Maximalbeschleunigung und Maximalverzögerung auf der Verbindungsstrecke:

  • um -0.1 m/s² je Prozent Steigung. Das Beschleunigungsvermögen sinkt, das Verzögerungsvermögen steigt.
  • um 0.1 m/s² je Prozent Gefälle. Das Beschleunigungsvermögen steigt, das Verzögerungsvermögen sinkt.

Standardmäßig wirken sich Steigung und Gefälle im 3D-Modus nicht auf die Darstellung (z-Koordinaten) von Verbindungsstrecken aus. Sie können die z-Koordinaten über das Attribut z-Versatz der Verbindungsstrecke bearbeiten. Wenn die z-Koordinaten in Ihrem Vissim-Netz korrekt angegeben sind, können Sie einstellen, dass Vissim daraus Steigungen und Gefälle ermittelt. Dazu muss die Option Steigung aus z-Koordinaten verwenden ausgewählt sein (Netzeinstellungen für das Fahrzeugverhalten auswählen).

Streckenauswertung

Streckenauswertung aktiv (StrAuswAkt):  Ist die Option ausgewählt, können Daten der Strecke für die Streckenauswertung erfasst werden. Die Option ist nur relevant, wenn Sie das Attribut Klassifiz. Werte anzeigen ausgewählt haben.

Segmentlänge: Segmentlänge für die Streckenauswertung, Standardwert 10.0 m (Daten aus Strecken in Listen anzeigen)

Überholgeschwindigkeit-Faktor

ÜbhGeschwFakt: Faktor, um den das Fahrzeug, das überholen möchte, während des Überholvorgangs seine Wunschgeschwindigkeit erhöht. Standardwert 1.3.

Die folgenden Attribute sind ausschließlich für die Gegenfahrbahn bei der Modellierung von Überholvorgängen auf der Gegenfahrbahn relevant:

Element Beschreibung

Vorausschauweite

Vorausschauweite für Überholen (VorausWeiteÜbh): Distanz, die das Fahrzeug, das überholen möchte, stromaufwärts auf der Gegenfahrbahn auf dieser Strecke überschauen kann. Auf dieser Distanz nimmt das Fahrzeug entgegenkommende Fahrzeuge wahr. Am Ende dieser Distanz wird ein virtuelles entgegen kommendes Fahrzeug angenommen, wenn auf dieser Verbindungsstrecke ein Fahrzeugzufluss oder eine ÖV-Linie liegt. Je geringer die Vorausschauweite für das Überholen ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit überholen zu können. Standardwert 250 m.

Angenommene Geschwindigkeit des Gegenverkehrs

AngGeschwGegV: Angenommene Geschwindigkeit der Fahrzeuge auf der Gegenfahrbahn des Fahrzeugs, das überholen möchte. Je größer die angenommene Geschwindigkeit des Gegenverkehrs ist, desto geringer ist die Möglichkeit zu überholen. Standardwert 60 km/h.
Abhängige Objekte als Relation anzeigen und bearbeiten

Die Attribute und Attributwerte dieses Netzobjekttyps werden in der linken Liste von zwei gekoppelten Listen angezeigt.

1.  Wählen Sie in der linken Liste den gewünschten Eintrag.

Die rechte Liste enthält Attribute und Attributwerte von Netzobjekten und/oder Basisdaten, die dem ausgewählten Netzobjekt in der linken Liste zugeordnet sind (Gekoppelte Listen verwenden). Diese entsprechen denen von Strecken (Attribute von Strecken).

2.  Wählen Sie in der Symbolleiste der Liste in der Auswahlliste Relationen den gewünschten Eintrag.

3.  Geben Sie die gewünschten Daten ein.

Die Daten sind zugeordnet.